Indien
Gratis bloggen bei
myblog.de

Nasik-Mumbai-Pune Tour

sandesh (oder auch sandy) und ich haben uns nach 2 wochen die ich hier war gedacht, dass wir doch zum ganpati (ganesha) festival (14-24 september), welches ja groß in meinem staat maharashtra gefeiert wird, nach nasik,mumbai und pune fahren könnten und dort mal sehen könnten, was die anderen austauschschüler so machen! gesagt, getan und als ich mit nils in nasik telefoniert hab, haben wir einfach mal beschlossen, dass wir ihn mitnehmen und er danach noch eine woche über meinen geburtstag mit nach nagpur kommt! aber schaut selbst:

6.9 - Donnerstag
abends um 20.45 uhr sollte es losgehen mit dem zug aus nagpur richtung nasik (distanz von 650 km)! eigentlich wollten sandy und ich um 20 uhr richtung bahnhof aufbrechen aber es kam mal wieder anders: um 10 vor 8 meinte sandy, dass er noch mal eben kurz was besorgen müsse, aber um 20 uhr wieder da sei (selbstverständlich habe ich gelacht als er dies sagte, denn ich kenne ihn ja)! als er dann um halb 9 immernoch nicht wieder da war, meinte meine familie, dass wir nun zum bahnhof fahren und wenn er dort nicht ist solle ich selbst entscheiden, ob ich allein fahren will oder gar nicht! meine wut war unbeschreiblich groß wie man sich vielleicht denken kann! auf dem halben weg zum bahnhof ruf sandy mich dann auf dem handy an und fragte, wo ich denn bleibe, denn er sei beim bahnhof! war zwar nicht abgemacht aber wenigstens ein lebenszeichen von ihm! beim bahnhof mussten wir dann rennen um noch schnell auf den schon langsam fahrenden zug aufzuspringen! "indische züge sehen von innen leicht aus wie ein KZ!" das war mein erster gedanke im zug! leider hatten wir nur ein bestätigtes ticket, was so viel heißt wie nur eine liege und der andere müsste eigentlich stehen! irgentwie haben wir es dann doch hingekriegt uns zu zweit auf diese liege zu quetschen! wie auch immer, hat es sandy mit seinem kleinen körper geschafft, sich so breit auf der liege zu machen, dass ich kaum platz hatte und während dieser 11 stunden zugfahrt nur 1 1/2 stunden gepennt hab! naja wenigstens hab ich eine 1 euro münze an einen typen für 80 rupees verkauft und bewiesen wie sehr ich schon ein inder bin xD!

7.9 - Freitag
am morgen um 7 uhr kamen wir dann in nasik an und mussten erstmal nils finden! nach ein wenig rumtelefonieren haben wir uns dann auch gefunden und sind mit seinem gastvater dann zu seinem haus gefahren! dort erstmal geduscht und ne stunde gepennt und dann zum mcdonalds um was zu essen und ein paar andere austauschschüler zu treffen! da nils außerhalb von nasik wohnt, mussten wir erstmal eine share-rikshaw nehmen, was so viel heißt das diese rikshaw ein bus ist, halt nur etwas kleiner und ungemütlicher! endlich mal wieder fleisch zu essen bekommen bei mcdonalds!! dann sind wir in ein restaurant gegangen um etwas zu trinken! abends sind wir auf eine feier gegangen von nils besten freun ike der vor 2 jahren in nasik war als austauschschueler und nun hier lebt um englisch zu unterrichten! dort hab ich dann auch die anderen austauschschueler von nasik getroffen! nachdem wir gefeiert haben bin ich dann um 3 uhr morgens ins bett gefallen!

8.9 - Samstag
aufstehen war erst um 13 uhr angesagt! nachdem ich ein brot gegessen hatte sind wir dann zu nils gefahren um klamotten zu wechseln und zu duschen! nachdem das getan war sind wir auf einen berg geklettert und haben den frischen wind genossen! auf dem weg nach oben sah man dann auch, wie wenig antrainierte muskeln im fitnessstudio bringen, da sandy schon nach ein paar meter aufgeben wollte, während nils und ich stätig weitergeklettert sind! eigentlich wollten wir danach noch baden gehen, doch als wir total erschöpft bei mcdonalds saßen haben wir kurz um entschlossen, das nicht zu machen! außerdem war auch kaltes wetter und nils musste noch zu einer rotary versammlung! sandy und ich haben es uns dann im internetcafe gemütlich gemacht und 2 stunden im internet gesurft! als ich dann einen anruf von nils bekommen haben sind wir wieder in ein restaurant gegangen und danach übermüdet bei ihm ins bett gefallen!

9.9 - Sonntag
so gegen mittag sind wir dann zum bahnhof gefahren, um unsere tickets zu holen! dies dauerte dann auch mehr als eine stunde und letzendlich haben wir stehtickets gekauft weil wir keine lust mehr aufs warten hatten!! danach haben wir nasiks altstadt besichtigt die mit ihren vielen tempeln echt cool ist! übrigends findet in nasik alle 14 jahre das größte hindu fest der welt stadt! das nächste mal aber erst in 13 jahren abends sind wir noch ins kino mit einigen austauschschülern und haben uns "darling!" angeguckt, welcher natürlich wie alle anderen filme auf englisch war und zudem auch noch stinklangweilig! danach noch was trinken gegangen und ins bett da es ja am nächsten morgen um 9 schon mit dem zug losgehen sollte richtung mumbai!

10.9 - Montag
ja wie gesagt war früh aufstehen angesagt was uns auch nicht grad so gut tat! wir sahen mehr aus wie zombies als wir am bahnhof waren! dort hatte unser zug auch eine ganze stunde verspätung und außerdem stank es bestialisch da die toiletten in indischen zügen eigentlich nur ein loch im boden des zuges sind und somit alles auf den bahngleisen landet! eben auch auf den bahnhöfen! beim warten sahen wir dann auch wieder einmal einiges von der armut vieler menschen! erst einmal kam eine bettlerin sie eine echt lange show vor uns abgeliefert hat und auf unsere aufforderungen abzuhauen nicht reagiert hat! nach 5 minuten haben wir dann sandy aufgeweckt der neben uns lag zum pennen und ihm gesagt er soll er sagen das sie abhauen soll! diese hatte aber nix bessere zu tun als ihm vorzuwerfen, dass er ein idiot sei da wir wohl gerade dabei waren ihr 10 rupees zu geben und er uns das wohl verboten hätte! man muss noch dazu sagen das sandy mir einen rupee gegeben hatte den ich ihr geben sollte! find ich schon recht unverschämt dann noch zu argumentieren! als diese dann endlich das weite gesucht hatte sahen wir kinder gesehen die müll auf den gleisen gesammelt haben, einen toten auf einer trage den die leute nach hause brachten mit dem zug und einen bettler der eine tüte mit einer eckelig aussehenden masse zwischen den gleisen und somit auch der scheiße aufgesammelt hat und diese mitnahm um den inhalt zu essen! um 10 kam dann auch endlich unser zug und wir setzen uns in den gang für mehr als eine stunde! in einem bahnhof kam dann ein schaffner und meinte wir sollten doch in den "A/C" bereich des zuges gehen und uns dort 3 liegen kaufen! also raus aus unseren zug und erstmal 500-600 m durch die hitze gelaufen zum anderen teil des zuges! indische züge sind ja nie kurz sondern immer schön lang! dort bezahlten wir dann gerne 600 rupees (11-12 euro) damit wir 3 liegen hatten für die verbleibenen 4 stunden nach mumbai! dort sind wir dann auch erstmal alle eingeschlafen für 2 stunden!als wir die vororte mumbais erreichten haben nils uns dann an die tür begeben um ein paar eindrücke zu gewinnen und bilder zu schießen! außerdem verblieben ja noch 1 1/2 stunden bis zum hauptbahnhof was dann auch gleich zeigt wie riesig mumbai ist! um ca. 15 uhr kamen wir dann in Victoria Terminus (geiles gebäude), welches der hauptbahnhof ist, an! wir nahmen ein taxi (ein richtiges auto!) zu unserem hostel doch nach einem anruf zu MAMA (ist hindi und heißt bruder meiner mutter = onkel) stellte sich heraus das wir an dem tag noch nicht einchecken konnten und zu sandys cousin 40 km entfert fahren müssen um dort zu schlafen! erstmal haben wir es uns dann aber auf der promenade in churchgate (ist sowas wie das manhatten von mumbai) und genossen das gute wetter! als wir dann um 18 uhr tickets kauften für die 2te klasse mit dem zug wussten wir nicht was uns bevor stand! der zug kam angefahren und während er noch fuhr sprangen die leute schon wie wilde tiere auf den zug auf und als der zug stand rannte die meute (anders kann man es echt nicht nennen) in den zug herein und die menschen kloppten sich echt um die sitze! dies liegt daran das die letzte station von mumbai 120 km entfernt ist! aber immernoch in mumbai! als ich einsteigen wollte hob ich meine tasche um herein zu gehen und im selben moment wurde meine tasche von der menge mitgerissen und ich musste nur meiner tasche folgen um nach innen zu kommen! am ende standen wir im gang und waren froh das einsteigen überlebt zu haben! aber wie gesagt wir mussten 40 km durch mumbai fahren! nils und ich machten noch ein paar späße wie viel platz doch noch im zug ist! irgentwie haben wir es heraufbeschwört! jedes mal wenn der zug stoppte kam wieder eine menschenmenge hereingestürmt und nach einer halben stunde hingen die leute echt schon draußen an der tür und wir hatten jeder nur noch 5 cm² platz zum stehen und wir wurden echt von jeder seite zusammengedrückt! und gott weiß wie es noch mehr menschen geschafft haben in den zug zu kommen! eine station vor unserer station haben wir uns dann gefragt wie wir es rausschaffen sollen in 45 sekunden obwohl wir nur 2 meter von der tür entfernt standen! außerdem musste ich mich erstmal bücken um an meine tasche zu kommen was in etwa so unmöglich war wie wie einem elefanten einen salto ausm stehen bei zu bringen!!! außerdem mussten wir sandy sagen das wir raus müssen! dieser stand zwar auch nur 2 meter von uns entfernt doch zwischen ihm und uns standen noch etwas 30 menschen! als der zug dann hielt in mira road quetschten wir uns dann raus und haben uns draußen erst einmal umarmt weil wir so froh waren noch am leben zu sein! das ist nun wirklich kein scherz! außerdem entdeckte ich einen dicken kratzer an meiner hand! nu werd ich mein leben lang sagen können "in mumbai ist mir beinahe die hand angehackt worden beim bahnfahren ^^"! dann rufte ich erstmal meike an und fragte sie warum sie uns nicht gewarnt hat, dass jetzt rush-hour ist und man dann nicht zugfahren darf! nachdem wir halbtot etwas getrunken haben in einem kleinen restaurant haben wir uns dann eine rikshaw zu der wohnung von sandys cousin genommen und dort ein wenig ausgespannt! danach sind wir was essen gegangen und haben bestimmt 3 stunden in einem internet cafe gesessen bevor wir zurück zur wohnung gegangen sind und geschlafen haben!
Fazit des tage: niemals zwischen 18 und 20 uhr richtung norden fahren mit dem zug in mumbai! NIEMALS!

11.9 - Dienstag
am nächsten morgen sind wir früh aufgestanden, weil wir noch zum water kingdom wollten, dem größten wasserparks asiens! naja morgens machte ich noch die erfahrung der indischen toilette! wann immer ich benutzen mein, weiß jeder, der solch eine toilette kennt, wovon ich red! ok dann um 9 uhr schon die erste fähre genommen, da dieser wasserpark ja auf einer kleinen insel in einem see liegt! unser glück war das dieser tag ein schlutag war und somit so gut wie nix los war! also erstmal die erste rutsche ausprobiert (ich erwähne mal lieber nich den spruch von nils "rutschen sind besser als s**" die mir dann erstmal die ellenbogen angeschlagen hat! aber rutschen muss ja wehtun! eigentlich wollten wir ne runde schwimmen gehen, aber da inder größtenteils nicht-schwimmer sind, war das becken viel zu flach und viel zu klein! mussten wir halt weiter rutschen! und endlich haben wir die richtig guten rutschen gefunden! eine ging 20m im 70° winkel runter! irgentwie ein scheiß aber auch gutes gefuehl mit dem speed in wasser zu rauschen! als wir dann die schwarze rutsche ausprobierten, in der es dunkel war, wurde uns schnell klar, dass etwas dort nich stimmte, denn jeder legte sich auf gut deutsch gewaltig auf die fresse nach den ersten paar metern! auch wenns weh tat, gleich hoch und nochmal! dieses mal war ich zu schnell und in einer kurve gabs nen schönen dicken kratzer am rücken! um 13 uhr verließen wir dann auch schon den park, da wir uns eigentlich mit ottonie und lena treffen wollten! vorher wollten wir aber noch einchecken ins hostel! wie zu erwarten lief wieder einmal etwas schief und somit hatten wir keine möglichkeit zum pennen! erst einmal liefen wir angenervt 30 m die straße runter, als sandy plötzlich stehen blieb ohne etwas zu sagen (das macht der öfters mal)! da bekam er auch erstmal nils und meine schlechte laune zu spüren, denn wir wollten ja nich noch einmal den höllentrip im zug durchmachen! während des argumentierens kamen 2 typen von der seite an und fragten uns, ob wir von rotary seien! er wär von rotaract (so ne jugend vom rotary club)! 'ja klar' antworteten wir! 'braucht ihr irgentwie hilfe'? 'ja wir wissen nicht wo wir schlafen sollen'! 'kein problem wir übernachten hier in diesem hostel! kommt rein und wir regeln alles für euch!' und das war die rettung! als wir dann im 11. stock waren und unser atem stockte, als wir den besten blick auf die skyline hatten, erzählten die beiden uns erstmal ihre namen: harsh und karren (oder auch mushroom)! karren war ja sikh, das sind ist die religion mit dem turban (unter diesem verbinden sie übrigends ihre haare, weil sie diese nicht schneiden dürfen) und da er immer mit seinen haarknoten auf der stirn rumlief, worüber aber noch ein tuch war, nannten ihn viele mushroom ^^ das soll von meiner seite nicht respektlos sein! die zimmer waren halt studenten WG mäßig unaufgeräumt und klein, aber das machte uns überhaupt nix aus! meine ansprüche sind in solchen dingen echt geschrumpft seit ich in indien bin! als wir auf die uhr guckten wurde uns dann aber klar, dass das mit dem treffen von den mädels nix mehr wird! aber harsh und karren hatten eh was besseres zu tun: uns zu mocha bringen, einer berühmten shisha-restaurant kette! wenn man in den schuppen reinkommt, ist das wie als wenn man in einem coffeeshop geht! die rauchwolke haut einen um, die einem entgegenkommt! da konnten wir es uns auch nicht entgehen lassen, auch mal zu rauchen! die sortenvielfalt ist echt gut! dann sind wir nochmal ins hostel und karren stellte fest, dass er seinen schlüssel verloren hatte! also musste ich seine tür einrennen damit er reinkam! gesagt getan und türen einrennen macht echt spaß xD! naja danach sind wir noch in eine sportsbar gegangen und haben cricket geguckt! damit war der tag dann auch beendet!

12.9 - Mittwoch
eigentlich sollte es wieder früh losgehen, da wir ein wenig sightseeing machen wollten! fakt war aber der, dass wir das hostel erst um 11 verlassen haben! aber wenigstens war das gateway of india nicht so weit entfernt! die bilder davon sind ja echt toll, mich hat es aber live nicht umgehaun! lag vielleicht daran das in der umgebung gebaut wurde und man somit keinen tollen blick hatte! aber das taj hotel gleich neben dem gateway of india war schon einen blick wert! danach wollten wir uns ein wenig kultur antun, und sind somit ins prince of wales museum gegangen! pech für nils war, dass er keinen schülerausweis aus indien hat so wie ich! fazit: sandy und ich = jeder 10 rupees! nils = 300 rupees! kultur muss aber eben sein! obwohl, eigentlich hätten wir uns das geld auch sparen können, denn wir verbrachten eh nur 40 minuten in dem museum, das echt groß ist! kultur anderer art bekamen wir ein paar häuser weiter zu sehen, denn dort wurde kunst an BMWs gezeigt! vorher waren wir aber noch bei nem tommy hilfiger laden drin, weil alles 50% reduziert war! obwohl wir nur 4 shirts gekauft haben und diese auch noch um 50 % reduziert waren kamen wir schon auf stolze 3300 rupees (ca. 60 euro) aber die hälfte war ja eh für nils! ausgehungert beschlossen wir dann, mit dem frühstück zu warten, bis wir in der ersten mall angekommen waren, wo es nämlich ein lecker subway gibt! natürlich ließen wir es uns dort nicht nehmen, so richtig rein zu hauen! man war das lecker! nachdem wir jeden laden gründlich durchstöbert hatten, fuhren wir zum haji ali, einer moschee die im wasser gebaut ist! auf einer brücke dorthin saßen nur bettler (und die brücke war 400m lang) und die meisten von diesen hatten sich selbst finger oder glieder abgehackt indem sie sich besoffen auf die bahnschienen gelegt haben, um mehr geld beim betteln zu verdienen! wie verzweifelt kann man nur sein?! ich selbst bin nicht in die moschee gegangen, da diese nur sehr klein war und ich schonmal in einer war! außerdem stand eine größere schlange draußen an! beim warten auf nils und sandy schaute ich mir das meer an und ab und zu kam auch mal der eine oder andere moslem an und wollte ein bild mit mir machen! da fühlte ich mich ja schon fast wieder wie in nagpur! als die beiden dann endlich wieder draußen waren, haben wir uns auf ein paar felsen im wasser gesetzt und geredet! ins staunen kamen wir, als ich sah das man noch 30-40 km am horizont dem strand entlang die hochhäuser sehen kann! diese stadt ist echt zu groß! als wir fertig waren mit dem reden, liefen wir zu einer anderen mall! auf dem weg sahen wir an der promenade reichlich müll! eigentlich bestand der gesamte strand nur aus einem riesigen müllberg, in dem auch noch menschen wohnten!!! sandy setzte sich in der nähe der mall hin und meinte er würde warten und wir sollen alleine gehen! was soll man zu der mall sagen? riesig! aber das ist in dieser megastadt ja eh nix neues! allerding gabs dort fast nur läden für frauen! oben mussten nils und ich dann aber noch eine runde airhockey spielen (es sollte erst der anfang eines wettbewerbs werden)! recht erschöpft kamen wir dann wieder im hostel an, wussten aber, dass wir noch einen wichtigen punkt vergessen hatten, den wir noch mit karren,harsh und vinam besuchen müssen! genau, das hard rock cafe in mumbai! und das ist seinen besuch echt wert, so riesig wie es ist! dort mussten nils und ich auch erstmal shoppen gehen! in diesem fall schonmal "sorry papa, wenn du die kreditkartenrechnung siehst!" ! ok so viel war es dann auch wieder nicht, weil die hälfte des krams ja von nils war! der eine kellner wollte dann auch noch 'du hast' von rammstein spielen lassen für uns, doch wir wollten lieber 'engel' hören (obwohl wir das bald auch nicht mehr hören können, woran wir selbst schuld sind), da jeder nur 'du hast' kennt von rammstein! nachdem das lied dann durch war, verließen wir das hard rock cafe auch schon, da wir noch ins mumbai times cafe wollten! das hat vor kurzem erst aufgemacht und zum promoten gibs immer das doppelte von dem, was man bestellt! dort haben wir uns erstmal einen reingefuttert und karren,harsh und vinam waren echt begeistert wie laut man doch flaschen mit einem feuerzeug aufmachen kann! spät in der nacht mussten wir dann noch ein taxi finden das uns zurück nach churchgate bringt! dieses fanden wir auch und mussten uns illegaler weise mit 6 leuten reinquetschen! in hostel saßen wir noch ein bisschen rum und die inder haben gitarre gespielt und gesungen, was die übrigends echt hammer gut können, und so haben wir noch mehr spaß gehabt!

13.9 - Donnerstag
für diesen tag war eigentlich nichts geplant, bis auf tickets kaufen und erst mit meike im mocha in churchgate treffen und später mit ottonie und lena im mocha in juhu beach treffen! wir kamen zwar ein wenig spät zum treffen wegen ein paar problemen beim ticketkauf, doch das war nicht weiter schlimm, da meike auch zu spät kam! sie brachte auch noch eine brasilianerin mit und wir laberten erstmal über die letzten 8 wochen! irgentwie haben wir zu lange zugelabert, denn eigentlich wollten wir um 6 in juhu beach sein, doch ins taxi stiegen nils und ich erst um 5 vor 6! damit sind wir schon richtig indisch! das taxi musste richtung norden! richtig! rush hour! nach 1,5 stunden im taxi war unsere laune dann auch so schlecht, dass nils erstmal heftigst ein bettelkind verarschen musste das mit dem kopf an der scheibe klebte, indem er mit dem finger in die mitte des gesichtes klopfte! ja ich weiß das war gemein doch hob erstmal unsere laune etwas! wir sind außerdem fest überzeugt das dieses kind schwarze magie an nils angewand hat, denn es guckte sehr böse und murmelte etwas vor sich hin! kurz darauf bekam ich auch noch einen anruf von ottonie, dass, wenn wir nicht in 10 minuten ankommen würden, sie und lena weg wären! ja endlich jemanden gefunden an dem ich zurecht meine laune auslassen konnte, denn das taxi kostet ja auch geld! nachdem wir aufgelegt hatten ging ich einfach mal davon aus das die beiden weg sind! nach mehr als 2 stunden kamen wir dann an und oh wunder sie waren noch da! leider konnten wir die beiden nur ne stunde sehen! lena erklärte uns dann noch den weg zum nächsten bahnhof von dem wir nach churchgate fahren können! als wir dann zum zug gehen wollten, kamen uns 2 typen entgegen, von denen einer sagte "keja maal he!" ! hätte ich mich nicht unter kontrolle gehabt, hätte ich wahrscheinlich sein frühstück aus ihm rausgeprügelt! "keja maal he" heißt wort wörtlich übersetzt 'welch geile frau ist' oder auf richtigen deutsch 'ist das ein geiles mädchen/frau' ! naja egal als wir im zug saßen, der übrigends ziemlich leer war, da es ja richung süden ging, waren wir froh erstmal keinen stress zu haben! abends gingen wir nochmal in die sportsbar und schauten wieder einmal cricket! im hostel musste ich dann ein schloss aufbrechen damit wir auf die dachterasse des hostels konnten! als das getan war hatte karren leicht angst vor mir, denn ich hatte stahl gebrochen! außerdem ist er 2 köpfe kleiner als ich ^^ der blick von oben war echt "wow!!" ! zum glück konnte ich ein paar gute bilder mit der kamera aufnehmen mitten in der nacht! um 2 uhr nachts sind wir dann auch pennen gegangen!

14.9 - Freitag
am 14.9 beginnt das ganpati festival! als wir aus vom einkaufen zurück kamen, haben wir noch ein wenig zu ganesha gebetet und waren damit der mittelpunkt der blicke und auch ein fotomotiv! danach brachen wir auch zum bahnhof auf und saßen gemütlich im zug nach pune! nils und sandy schliefen die ganze fahrt lang und ich saß in der offenen tür des zuges und habe diese geniale landschaft auf mich einwirken lassen! ab und zu saßen auch mal ein paar affen neben den gleisen und haben gewartet das man ihnen etwas zu fressen zuschmeißt, obwohl der zug recht schnell war! abend kamen wir in pune an und sahen auch dort die rush hour! als wir endlich im hostel waren beschlossen wir, in die stadt zu gehen, da ike auch in pune ist! dort trafen wir ihn auch bei mocha (klingt so als wären wir nirgends anders gewesen!) und sandy verschwand um cricket zu gucken, da indien gegen pakistan spielte! also das hassmatch schlechthin! nach dem besuch bei mocha sind wir noch zu subway gegangen und haben lecker gegessen! um mitternacht konnten wir sandy nicht finden und sind einfach ins hostel gefahren mit ike, da er ja auch bei uns schlafen musste! irgentwann um 2 uhr kam sandy dann auch an und erzählte und das indien unentschieden gespielt hat!

Den rest schreibe ich später auf!

 

 

 

Süd-Indien Tour 24.11 – 13.13.07


Tag 1 Samstag 24.11.07 – Beginn/Nagpur


Endlich war der Tag gekommen auf den wahrscheinlich alle Austauschschüler des Rotary Distrikts 3030 lange gewartet haben: Der Tag an dem Süd-Indien Tour endlich beginnt! Nachdem Nils schon am 22. in Nagpur angekommen war und wir vorher schon etwas Spaß gehabt haben kamen morgens auch die anderen Austauschschüler in Nagpur an. Um 14 Uhr sind Nils und ich dann losgegangen Richtung Reshimbagh wo wir erstmal Chloe abgeholt haben und in der nähe des Hauses wo die anderen untergebracht worden waren! Von Chloes Haus zu dem besagten anderen waren es nur 300 m doch weil wir das nicht wussten haben wir eine Rikshaw genommen und dem Fahrer klatt 30 Rupees gegeben! Dumm von uns denn normalerweise bezahlt man für 300 m nicht mal 10 Rupees! Als wir dann in Reshimbagh ankamen trafen wir dann auch alle. Die meisten waren todmüde, aber das war verständlich denn schließlich dauert die Fahrt von Nasik fast 12 Stunden und von Jalgaon 9 Stunden! Nach etwa einer Stunde entschlossen wir uns dann mit Dan (Kanada) und Laura (Belgien) erst zur Zero Mile, dem geografischen Mittelpunkt Indiens, der übrigens mitten in Nagpur ist, zu fahren. Obwohl das Denkmal nur klein und nicht besonders spannend ist (besonders für mich da ich dieses schon zig mal gesehen hab) machten wir dann ein paar Fotos und sind dann ein wenig durch die Stadt gefahren mit einer Rikshaw und letzten Endes sind wir im Café Coffee Day im Cricket Stadion gelandet und haben einen Kaffee getrunken. Nachdem wir uns noch ein paar Bücher gekauft haben für die Fahrt sind wir zurück nach Reshimbagh wo ein treffen mit allen Austauschschülern und wichtigen Rotariern war. Erst ein paar Bilder gemacht und dann ganz indisch Tee getrunken. Nils und ich verschwanden dann schnell nach Hause da wir unser Gepäck holen wollten weil wir dann nicht von meiner Familie zum Zug gebracht werden mussten. Um 21 Uhr gings dann los zum Bahnhof. Eigentlich sollte unser Zug um 22.20 Uhr losfahren, doch wir sind ja in Indien und so hatte unser Zug mal so eben 3 Stunden Verspätung. Während wir so warteten kamen meine Mom, mein Dad und Mudra noch vorbei und haben uns allen eine Runde Tee ausgegeben. Um 1 Uhr nachts ging es dann endlich los nach Hyderabad!


Tag 2 Sonntag 25.11. Hyderabad

Um 11.30 Uhr sind wir etwas müde in Secunderabad angekommen! Von dort aus ging es weiter mit unserem absolut genial aussehenden Bus! Dieser war nämlich grün und sah aus wie eine Raupe! Eine Stunde später kamen wir dann in Hyderabad in unserem Hotel an. Nach einer schön warmen Dusche und einem verspätetem Frühstück hieß es dann Sight-Seeing. Als erstes besuchten wir das Salarung Museum. Das Jung Museum ist die größte Sammlung eines einzelnen Menschens mit Dingen aus der ganzen Welt! Ich war allerdings todmüde und so erschien mir alles recht langweilig. Danach besuchten wir das weltberühmte Golkunda Fort am Rande von Hyderabad. Dort hatten wir echt viel Spaß und der Blick war einmalig! Am Ende haben wir uns noch die Light Show angeschaut die allerdings nicht so aufregend war. Unsere nächste Station (es war bereits dunkel geworden) war ein Platz den die ganze Welt im August einmal gehört hatte: Lumbine Park. Nur bekannt weil dort der eine Bombenanschlag war in Hyderabad! Dort sind wir dann zur Mitte des Sees gefahren mit einem Boot zur größten Buddha Statue Indiens! Abendessen gabs dann bei Subway! Man konnte nur unschwer erkennen wie lange jeder von uns nicht mehr bei Subway gegessen hatte und so aßen wir so viel wir konnten. Ich habe übrigens 4 Subs á 30 cm gegessen in einer Stunde. Nachts im Hotel haben wir dann mit etwa 10 Leuten in unserem Zimmer gesessen und bis 2 Uhr nachts gelabert.


Tag 3 Montag 26.11 Hyderabad

Es hieß früh aufstehen um 6 Uhr. Also duschen, Klamotten packen, Frühstücken und auschecken bis 8 Uhr! Erst besuchten wir einen Tempel auf einem Berg, aber da die meisten total fertig waren hing die Stimmung sehr! Kurz am Macca Masjid gehalten um ein paar Bilder zu machen und dann zur Ramoji Film City, dem größten Film Studio der Welt! Es war wirklich groß doch Besonderheiten gab es dort nicht. Die meiste Zeit vertrieben wir uns dort mit Air-Hockey spielen und Autoscooter fahren. By the way die Autoscooter Autos in Indien sind gefährlich schnell! Also Spaß pur! Nach ein paar Stunden verließen wir dann das Film Center und sind nach Secunderabad gefahren wo unser Zug nach Chennai um 19 Uhr ging.


Tag 4 Dienstag 27.11 Chennai (Madras)

Um 9 Uhr morgens kamen wir recht müde in Chennai an. Auf dem Bahnhof haben wir auch gefrühstückt und sind dann nach Mahabalipuram gefahren, das etwa 2 Stunden südlich von Chennai liegt. Auf dem Weg hielten wir noch in einem Zoo für Krokodile. Es wurde recht langweilig sich Krokodile anzugucken, denn diese lagen in großen Mengen nebeneinander oder auch aufeinander in der Sonne und bewegten sich nicht! Vor dem Zoo haben Nils und ich uns dann noch jeder eine Steinschleuder gekauft und ein paar Steine gesammelt die wir dann auf der restlichen Fahrt nach Mahabalipuram auf Straßenschilder geschossen haben! Um 13 Uhr kamen wir dann in Mahabalipuram an. Wow! Unser Hotel war ein Traum! Direkt am Strand und unsere Hotelzimmer waren so ziemlich luxuriös! Schnell umgezogen und ab an den Strand und Baden! Um 17 Uhr wurde es dann dunkel und somit mussten wir das Schwimmen in den Pool des Hotels verlegen. Nach einer Stunde im Pool sind wir dann zum Essen und Einkaufen in die Stadt gegangen und haben erstmal alle schön viele King Prawns gefuttert. Billig und lecker! Naja und von hier an beginnt die Story an die sich Julia (USA) bestimmt noch lange erinnern wird! Nach dem Essen sind wir in einen der vielen Läden gegangen um ein paar Dinge einzukaufen (Mahabalipuram ist bekannt für Steinmetzkunst).

Dort fand Julia Interesse an einem schwarzen Steinbuddha. Dieser war allerdings zu teuer. Auch nachdem sie den Verkäufer auf 1200 Rupees runtergehandelt hatte! Nils machte einen Scherz uns sagt „Maybe you could do something and get it for free!“. Irgendwie war es dann doch kein Scherz mehr als die Mädchen dem Händler dann aus Spaß anboten, dass Julia ihr Shirt kurz hebt und sie dafür den Buddha gratis bekommt. Und, keine Angst, sie hatte einen BH an. Der Verkäufer stimmte sogar ein und so kam eine Sache dann zur anderen: Julia hebte ihr Shirt und wir alle gingen aus dem Laden raus mit Julia und dem Buddha, der Verkäufer rannte hinter uns her und wollte den Buddha zurück, alle Leute starrten uns an und der Verkäufer fing an zu brüllen, die meisten Austauschschüler liefen weiter bis auf Dan, Adrienne, Julia und mir, ein Restaurantbesitzer holte uns in sein Restaurant da zu viele Leute auf der Straße starrten und der Verkäufer folgte uns! Von hier an muss ich die Geschichte wieder normal erzählen. Also setzten wir uns und bestellten in Ruhe etwas zu trinken. Der Verkäufer startete viele male, dass wir ihm seinem Buddha wiedergeben sollten, doch Deal wäre Deal war unsere Antwort. Nach ein paar Minuten griff er dann einfach Julias Tasche und wollte aus abhauen. Wir rannten ihm hinterher und nahmen ihm die Tasche wieder ab. Daraufhin wollte er die Polizei rufen und wir meinten solle er doch machen! Er tippte eine lange Nummer ein und auf die Bemerkung „it´s a long number for calling the police isn´t it“ wäre er beinahe explodiert! Nach langem Verhandeln meinte er für 1000 Rupees kann sie ihn haben, aber das war immernoch zu viel Geld! Am Ende bezahlte Julia 700 Rupees und bekam den Buddha zu billig aber am Ende hatten wir unsere Ruhe. Ich habe nun ein paar Einzelheiten ausgelassen, doch die Geschichte wäre mit zu lang! Nachdem wir aus dem Restaurant raus waren gingen wir wieder ins Hotel und um Mitternacht bin ich noch mit Anne Sophie (Frankreich) und Julia (Kanada) am Strand spazieren gegangen bevor wir schlafen gegangen sind.


Tag 5 Mittwoch 28.11 Mahabalipuram

Eigentlich wollten wir um 6 Uhr aufstehen um noch Baden zu gehen bevor es weiterging! Frederik (Dänemark) war der einzige der von dem Wecker aufgeweckt worden ist hat dann natürlich nicht Nils und mich aufgeweckt! Somit war das Schwimmen gehen verpennt! Also sind wir erst um 9 Uhr aufgestanden und sind zum Frühstücken gegangen. Nach dem Essen haben wir ausgescheckt und haben uns die Tempel in Mahabalipuram angeschaut. Dort wimmelte es nur von Bettlern und Händlern die einem gewaltig auf die Nerven gingen! Der beste Platz zum besichtigen war Krishna´s Butterball, eine riesen Steinkugel die aus unerklärlichen Gründen nicht den Berg runterrollt! Danach sind wir nach Kancheepuram gefahren um dort noch 2 Tempel zu besichtigen. Auf dem Weg haben wir zum Essen in einem Restaurant in einer kleinen Stadt angehalten. Die meisten bestellten indisches Essen. Ich aber nicht und wie sich später rausstellte meine Rettung! In Kancheepuram besichtigten wir erst einen riesigen Tempel in dem angeblich Krishna auf seinem heiligen Baum gesessen haben soll. Im zweiten Tempel bekam man dann für Geld Pooja von einem Elefanten. Man gab diesem erst 20 Rupees in den Rüssel und dafür legte dieser seinen Rüssel auf deinen Kopf und segnete dich somit. Gut das man nicht noch ein Bindi (der rote Punkt auf der Stirn) von dem Elefanten bekommen hat! Ich bin mir sicher das hätte uns die Köpfe gebrochen! Von dort aus ging es dann ganze 3 Stunden zurück nach Chennai von wo unser Zug nach Bangalore um 23.15 Uhr ging. Während der Fahrt zurück ging es einigen Leuten ziemlich schlecht wegen des Essens in dem besagtem Restaurant, und einige mussten sich sogar übergeben! Auf dem Bahnhof haben wir noch etwas gegessen und dann ab in den Zug mit Vorfreude auf die weltberühmte Stadt Bangalore!


Tag 6 Donnerstag 29.11 Bangalore

Es war noch dunkel, als wir um 5.30 Uhr morgens aus dem Zug stiegen in Bangalore. Ziemlich müde stiegen wir alle in unseren Bus und fuhren erst einmal zum Hotel. Dort angekommen namen wir alle eine Dusche und machten soweit es ging noch ein kleines Nickerchen oder aßen zu frühstück bis es dann um 8 Uhr zum Banargatta National Park ging. Nach ca. 2 Stunden kamen wir dort auch an mussten aber noch bis 12 uhr warten bis ein Bus auf Safari fuhr. Solang schauten wir uns noch den Zoo an der aber nicht unbedingt spannend war. Die Safari startete erst recht langweilig, da wir nur ein paar Rehe und Termitenhügel gesehen haben. Doch dann kamen wir in den Bereich mit den „Sloth Bears“. Die ersten die wir sahen waren recht langweilig und liefen nur lahm rum. Doch als wir dann durch den Kontrollposten zum Tigerbereich wollten und dort etwas warten mussten, kam ein Bär an und kletterte den Bus hoch, lief auf diesem hin und her und versuchte dann sich durch die Drähte vor den Fenstern zu beißen! Als dieser nach 20 Minuten immer noch an unserem Bus hing und wir nicht weiter konnten kamen ein paar Tierschützer an und trugen den Bären von unserem Bus herunter mit bloßen Händen. Danach fütterten sie diesen und einen anderen noch mit einer Flasche für Babies! Naja von dem Zeitpunkt an wurde uns dann schnell klar, dass es sich nicht wirklich um „wilde“ Tiere handelt! Im Tigergehege sahen wir viele Tiger die aber nur herumsaßen oder manche waren sogar hinter Zäunen gefangen! Um 14 Uhr ging es dann zurück nach Bangalore wo wir in einem indischen Restaurant aßen. Danach besuchten wir ein Kunstmuseum das wiederrum nicht so spannend war. Die Sicht von dem Museum aus auf die Skyline von Bangalore war allerdings doch sehr interessant! Als wir aus dem Museum raus waren nach etwa einer Stunde fuhren wir durch ganz Bangalore zum Iscone Tempel, welcher bekannt ist für Hare Krishna. Die Tempel war, naja sagen wir einfach mal gigantisch, sehr neu, auf einem Berg und die Gehirnwäsche kam weil man folgenden Reim immer und immer wieder sagen musste und erst wenn man ihn einmal aufgesagt hatte einen Schritt weiter gehen durfte:


Hare Krishna Hare Krishna

Krishna Krishna Hare Hare

Hare Ram Hare Ram

Ram Ram Hare Hare


Genau deshalb wird Hare Krishna auch als Sekte angesehen! Nachdem wir mit dem Tempel fertig waren ging es weiter zur MG (Mahatma Gandhi) Road von Bangalore auf der wir dann auch 2 Stunden für uns selbst hatten! Diese Straße war einfach ein Traum! Alles komplett neu und es gab McDonald´s, Pizza Hut, Subway, Burgerking, etc.! Natürlich sind alle zuerst ins Pizza Hut gegangen weil keiner seit wir in Indien sind bei einem Pizza Hut gegessen hat! Absolut voll kamen wir wieder raus und Nils, Frederik und ich beschlossen noch etwas trinken zu gehen in einem Restaurant! Dort beschlossen wir das diese Stadt so geil, sauber und neu ist, dass wir noch einmal dorthin kommen müssen und zu einem Konzert gehen! Um 22 Uhr ging es dann zurück ins Hotel und nachdem wir wieder mal ein paar Stunde gelabert haben unter den Austauschschülern ging es dann auch so um 24 Uhr ins Bett!


Tag 7 Freitag 30.11 Bangalore-Hassan

Um 7 Uhr sollten wir eigentlich aus dem Hotel ausgecheckt haben, doch es ging erst so gegen 8 Uhr los, denn am Tag zuvor hatte Kelsey (USA) ihre Jacke in der Hotellobby liegen gelassen und nun war sie nicht mehr da. Doch da es in der Lobby eine Überwachungskamera gibt war der Täter schnell gefunden: einer der Zimmerservice Angestellten! Ich weiß nicht genau wie die Sache nun ausgegangen ist, aber ich denke Kelsey hat ihre Jacke nun wieder! Nach ein paar Stunden Fahrt durch Wälder aus Kokospalmen (Welch ein Anblick!!) kamen wir am Sharavan Balgola an, der größten Statue die aus einem Stein gehaun ist. Ok, erstmal mussten wir den 200 m hohen Berg via Treppen hochsteigen, auf dem die Statue steht! Die Statue ist zeigt einen stehenden, nackten Mann. Das liegt daran das die Statue von Jains gebaut worden ist zu ehren eines Prinzen. Übrigens sind die Götter der Jains immer nackt und die Priester laufen auch nackt rum. Vor der Statue saß ein solcher Priester nackt zum beten. Da wir keine Lust hatten die Treppe wieder runter zu laufen, sind Mari (USA) und ich einfach mal das ganze Geländer nach unten gerutscht. Das war Spaß pur!

Am Fuße des Tempels tranken viele von uns noch eine Kokosnuss für je 5 Rupees! Die waren ihren Preis von ca. 10 Cent echt wert! Ich mein für einen Liter Kokosnuss Milch! Danach ging es weiter nach Halebid, wo wir zwei weitere Tempel besichtigten! Diese waren sehr sehr fein aus Stein gehauen! Muss Ewigkeiten gebraucht haben diese fertig zu stellen! Von dort aus ging es dann direkt weiter nach Hassan, wo wir Abendessen aßen und uns einen Zauberer anschauten der es echt drauf hatte! Keine Ahnung wie der das gemacht hat! Um 22 Uhr war eigentlich Bettruhe doch Nils, Frederik und ich saßen noch bis 3 Uhr bei den Mädchen auf dem Zimmer und haben laut gelabert. Eigentlich zu laut und mich wundert es echt, dass uns niemand aus dem Hotel geschmissen hat!


Tag 8 Samstag 1.12. Hassan-Mysore

Wieder mal ging es früh morgens um 8 Uhr los von Hotel nach dem Frühstück. Nach einer längeren, verschlafenen Zeit kamen wir in Ranganthittu an. Dort besichtigten wir ein Fort eines Maharajas das ziemlich groß war. Mehrmals mussten wir in den Bus steigen und quer durch die Stadt fahren um andere Teile des Forts zu besuchen, wie z.B. den Tempel, das Gefängnis, das Haus zum Schlafen, etc. Danach ging es gerade wegs in Richtung Mysore auf. Dort angekommen aßen wir erstmal alle bei Pizza Corner und checkten erst dann ins Hotel ein, das keine 50 m von Pizza Corner entfernt war. By the way schmeckt die Pizza bei Pizza Corner besser als bei Pizza Hut! Nach dem Check-in startete dann unser Sight-Seeing Programm. Punkt Nr.1 war auch gleich das Highlight in Mysore, die übrigens die „city of palaces“ ist, nämlich der Maharaja Palace. Von außen bekam man schon einen kleinen Einblick, was einen erwartete, wenn man diesen riesigen Palast sah! Leider durfte man drinnen keine Fotos machen! Aber ich sag mal so viel: Italien kann mit der Kunst nicht mithalten! Nach dem Palast gingen wir unerlaubter Weise noch 10 Minuten Shoppen an den Ständen, wo ich auch gleich 100 Sandelholz Räucherstäbchen für 15 Rupees gekauft habe. Mysore ist ja weltbekannt für Sandelholz. Zurück im Bus fuhren wir dann auf den Chamunda Hill, ein Berg am Rande von Mysore und besichtigen den

Chamunda Davi Temple. Dieser unterschied sich nicht wesentlich von anderen Tempeln, bis auf die vielen Affen die dort rumliefen und echt alles zu Fressen stahlen, was sie in die Hände bekamen! Auf dem Weg nach unten von dem Berg hielten wir noch an der größten Kuh Statue Indiens für eine Pooja (Pooja ist so etwas wie ein Gottesdienst/Beten). Dort gabelten wir noch ein junges britisches Ehepaar auf, dass den Weg nach unten zu Fuß gehen wollte, weil kein Bus mehr da war. Da unser Reiseführer RK das nicht verantworten konnte da es schon längst dunkel war und überall wilde Tiere rumliefen, nahmen wir sie einfach mit. Am Hotel angekommen machten wir uns alle zum Shoppen auf. Schnell blieben Nils und ich an einem Internet Café hängen weil Nils kurz ins Internet wollte. Dort trafen wir eine Deutsche die das Vergnügen hatte sich alle unsere Erlebnisse anhören zu dürfen. Im Klartext: Wir haben ohne Punkt und Komma gelabert! Danach machten Nils und ich uns noch auf ein Telefon suchen, denn ich musste ja noch Keno anrufen, da heute ja sein Geburtstag war. Dieses fanden wir auch recht schnell und wie Keno schnell rausfand beleidigen Nils und ich uns eigentlich nur noch auf Hindi. Später ging es dann zurück ins Hotel wo ich auch noch einen Anruf von dieser besagten Deutschen bekommen hab, deren Name übrigens Laura ist, ob wir noch auf eine Party kommen wollen. Leider konnten wir um die Zeit nicht mehr aus dem Hotel raus. Ich weiß nicht warum so viele Deutsche die nach Indien kommen Laura heißen, denn Laura klingt verdammt nach dem Hindi Wort Laodar, und dieses Wort ist eine Beleidigung weil es der Name für das männliche Geschlechtsmerkmal ist! Um 24 Uhr stürmten wir dann alle in das Zimmer von Adia, denn am 2.12 war ihr 18. Geburtstag. Also im Hotelzimmer eine riesen Sauerei veranstaltet beim Tortenessen und danach schön schlafen gegangen!


Tag 9 Sonntag 2.12 Mysore-Ooty

Als um 7 Uhr RK vor unsere Tür stand und fragte ob wir noch nicht fertig sein bekam ich einen riesen Schock, denn ich war noch am schlafen und dachte ich hätte lange verpennt. Dem war aber nicht so. Also Sachen gepackt und dabei stellte sich heraus, dass wir nicht mehr wussten wo unser Zimmerschlüssel ist! Nach dem Frühstück beim auschecken fragte dann auch das Hotel nach dem Schlüssel. Da unser Schlüssel weder in unserem Zimmer noch in anderen Zimmern gefunden werden konnte, bezahlte ich die 400 Rupees und versprach RK in Ooty in meinem Gepäck zu suchen. Also konnte es nun endlich Richtung Ooty aufgehen. Auf dem Weg hielten wir noch im Bandipur National Park, wo Elefantenreiten angeboten wurde. Wir waren leider zu spät und so hätten wir für 5 Minuten Reiten 300 Rupees bezahlen müssen. Also beschlossen wir einfach die ganzen wilden Affen zu füttern, die um uns herum liefen. Als sich alle auf den Weg machten zu Fuß zu dem Elefantengehege, lief ich schnell zum Bus und bat den Fahrer mir mein Gepäck zu geben. Als ich dieses endlich hatte und alles auspackte was in dem Koffer war, war das letzte das ich fand der Schlüssel. Danach ging es dann endlich zum sagenumwobenen Ooty auf. Ooty ist eine Hill Station die auf 2500 m Höhe liegt! Beim hochfahren der Berge sah ich dann auch zum ersten mal, wo unser ostfriesen Lieblingsgetränk herkommt. Genau ich rede vom Tee. Etwa eine Stunde vor Ooty konnte man nämlich schon die ersten Tee Plantagen sehen. Um etwa 16 Uhr kamen wir dann in Ooty an und unser Hotel war atemberaubend! Es lag direkt auf der Spitze eines Berges und unsere Zimmer waren Wohnungen mit Terrasse, von welcher man den besten Blick auf das Tal hatte! Als wir beim Essen waren im Hotel waren stellten wir fest, dass der Blick das eigentlich einzige gute an dem Hotel ist. Im Restaurant herrschte die größte Unordnung der Welt. Manche Leute bekamen ihr Essen schon nach 2 Minuten, weil jemand an einem anderen Tisch das gleiche 20 Minuten vorher bestellt hatte. Das Beste war immernoch die heiße Schokolade die wir bestellten, denn diese wurde in Bechern geliefert, die eindeutig für kleine Schulkinder waren. Dan bekam sogar einen mit „Hello Kitty“ drauf! Nach dem Essen machten wir uns dann auf zum Trekking. Nachdem wir etwa eine halbe Stunde schon die Hälfte des Berges hinter uns gebracht hatten meinte RK, dass es zu dunkel sei und wir umdrehen müssen. Welch ein Mist! Auf dem Weg nach unten stahl ich mir noch ein paar Teeblätter von einer Plantage und brühte mir einen frischen Tee im Hotel! Nacht haben Nils und ich noch stundenlang mit Anne-Sophie (Frankreich) und Adia gelabert, bis wir dann um 2 oder 3 Uhr schlafen gegangen sind!


Tag 10 Montag 3.12. Ooty

Endlich mal etwas länger schlafen bis 9 Uhr! Für diesen Tag war nur Sight-Seeing von Ooty angesagt. Als erstes besichtigten wir den Doddabetta Peak, den höchsten Berg Südindiens. Zurück in Ooty hatten wir dann die Wahl in den botanischen Garten zu gehen, doch die meisten von uns gingen lieber Shoppen in Ooty. Ich kaufte mir nur ein paar Handschuhe, denn es war so verdammt kalt in Ooty! 2 Stunden und vollen Tasche der Mädchen später fuhren wir zum Ooty Lake und die meisten von uns fuhren eine Runde mit Tretbooten. Ich fuhr mit Frederik, Alexia (Frankreich) und Julia und dort stellte sich wieder einmal heraus, dass alle Mädchen auf der Welt gleich lästern können! Nach dem Booting mussten Nils und ich noch unseren Air-Hockey Wettbewerb fortsetzen für 10 Minuten. Danach fuhren wir zurück in die Stadt von Ooty und konnten nochmal eine Runde Shoppen gehen. Die meisten gingen aber Essen, so wie ich. Zurück im Hotel machten wir noch ein großes Lagerfeuer und ein paar Spiele die von RK und Big B (unsere beiden Reiseführer) vorbereitet worden waren. Unter anderem mussten sich 4 Kontrahenten so viele Bindis wie möglich ins Gesicht kleben in einer Minute oder so viele Murmeln wie möglich nur mit dem Mund aus einer Schüssel mit Mehl holen! Ich für meinen Teil habe total verloren beim Luftballonaufpusten bis sie platzen! Mir kam noch die Idee Tee von einer Plantage zu pflücken und diesen nach Deutschland zu schicken. Also machten Nils, Frederick und ich und um 22 Uhr (ab 21.30 Uhr war eigentlich Bettruhe) in Richtung eines Hügels in der Nähe des Hotels auf. Dort pflückten wir dann also mitten in der Nacht Tee von einer Plantage ohne zu fragen. Wir hatten reichlich Angst das wir erwischt werden, doch der Fakt das wir auf einerm Hügel waren, 300 m vom nächsten Haus und mitten in einer Wolke, so dass wir nicht einmal mehr 10 m gucken konnten, hätte uns eigentlich beruhigen müssen. Nach einer halben Stunde hörten wir auf und wussten nun, dass Teepflücken ein verdammt harter Job ist, denn es dauert ewig bis man eine erwähnenswerte Menge Teeblätter hat! Später haben wir noch eine Party im Zimmer der Mädchen gemacht mit fast allen Austauschschülern. Natürlich wussten unsere Reiseführer nichts davon. Ich werde die Party nicht genau beschreiben, da diese nicht „rotarygemäß“ war. Wir haben die Sau raus gelassen. Um 4 Uhr gingen die meisten dann erst schlafen!


Tag 11 Dienstag 4.12. Ooty-Pollachi

Wieder einmal zu früh aufstehen denn um 7.30 Uhr musste das Gepäck schon fertig sein und um 8.30 war dann Abfahrt. Zuerst fuhren wir nah Coonoor, ein Ort der sehr bekannt ist für Nilgiri Tee, der nach der Region den Nilgiris benannt ist! Dort stiegen wir in ein paar Jeeps und fuhren zu einem Aussichtspunkt! Glücklicherweise hatten wir uns entschieden die Jeeps zu nehmen, denn die Straße führte direkt am Hang entlang und mit dem Bus hätte die Fahrt wahrscheinlich Stunden gedauert. Von dem Aussichtspunkt hatten wir eine echt fabelhafte Aussicht auf Berge mit Teeplantagen, Wasserfälle bis hin ins Tal! Danach ging es weiter zu einer Teefabrik die aber leider so halb geschlossen war. Das hieß es war der Tag an dem der Tee verpackt wurde! Dort hielten wir uns also nicht lange auf und fuhren zu einer Teeplantage. Nach der Nacht zuvor war diese nicht unbedingt das spannendste mehr für mich! Und dann mussten wir uns entscheiden: Wer will in den Wasserpark (Fahrt dauert 2 Stunden) und wer will was essen und nicht in den Wasserpark. Die 11 Leute, mich eingeschlossen, die in den Wasserpark wollen, nahmen die Jeeps und fuhren eine Bergstraße, die wir mit dem Bus nicht befahren konnten da am Ende der Straße eine Brücke gebrochen ist, entlang ins Tal. Der Rest fuhr erst zum Bus und aß was und nahm eine andere Straße zum Wasserpark um uns später wiederzutreffen. Die Straße auf der wir mit den Jeeps fuhren war sagenhaft. Die ganzen 2 Stunden hatte man einen zauberhaften Blick in die Schlucht und es war gar kein Verkehr auf der Straße. Nach 2 Stunden kamen wir also an der Brücke an und es stellte sich heraus, dass wir diese nicht überqueren können zu Fuß. Also mussten wir durch den Fluss/Bach zu Fuß laufen. Es war echt cool denn um uns herum war ein Dschungel und man hörte die Vögel singen. Auf der anderen Seite nahmen wir Rikshaws und nach 5 Minuten erreichten wir auch den „Black Thunder Waterpark“. Die Rutschen waren der Hammer und wir hatten einige Stunden unseren Spaß. Wenn ich mal Ruhe haben wollte kam immer recht schnell Anne-Sophie (Frankreich) an und meinte ich soll wieder eine Runde mit ihr Rutschen. Abends ging es dann weiter nach Pollachi ins Hotel. Auf der Fahrt hielten wir noch in Coimbatore und aßen bei Pizza Hut. Als wir in Pollachi im Hotel angekommen waren und ich nach einer halben Stunde Schlaf wieder aufgewacht. Im Halbschlaf öffne ich die Tür und sehe das im Zimmer auf der anderen Seite des Flurs ein Fernseher läuft mit Wrestling. Also ging ich einfach mal rüber und finde dort Carole und Anne-Sophie beim Wrestling gucken. Kurz gelacht und dann dazu gelegt aufs Bett und mitgeschaut. Als ich dann zu müde war bin ich ins Bett gegangen und hab schön tief geschlafen.


Tag 12 Mittwoch 5.12. Pollachi-Kodaikanal

Es ging um 8 Uhr morgens wieder los aus dem Hotel. Zuerst fuhren wir aber in eine ganz andere Richtung als Kodaikanal, nämlich in Richtung Top Slip, einer Bergwand, die mitten im Dschungel liegt. Dan (Kanada) fuhr allerdings nicht mit, da er seit Hyderabad eine Infektion hinter seinem Ohr hatte und in Pollachi zum Arzt ging. Zuerst machten wir ein Dschungel Trekking auf Elefanten für eine halbe Stunde. Diese war teilweise sehr angenehm bis sehr wackelig, aber hat auf jeden Fall eine Menge Spaß gebracht. Nach dem Trekking fuhren wir zur Hauptstation des Dschungels und aßen erstmal Reis. Dort stellte sich schnell heraus, dass es Leute gibt, die immernoch nicht mit den Fingern essen wollen. Als wir mit dem Essen fertig waren, liefen wir los zum 3 stündigen Trekking durch den Dschungel mit einem Führer. Kurz nachdem wir angefangen hatten bekam R K, unser Reiseleiter, einen Anruf von Dan, denn der Arzt wolle Dan so schnell wie möglich operieren. Erst wollten wir aus Solidarität alle mit zurück und aufs Trekking verzichten, doch dann fuhr R K alleine zurück und wir setzten unser Trekking fort. Der Dschungel bestand größtenteils aus Riesenbambus welcher einen riesen Krach gemacht hat, wenn die riesigen schwarzen Affen 20 m über uns von Baum zu Baum gesprungen sind. Außerdem fand ich noch eine Schlangenhaut, die an einem Ast hing, die ich sogar behalten durfte. Nach etwa 2 Stunden kamen wir zu einem Punkt, wo wir ein Bison Skelett fanden, und dort auch erstmal Bilder mit dem Kopf gemacht haben. Dieser wog mit seinen Hörnern echt eine Menge! Am Ende sahen wir im gesamten Dschungel eigentlich nur Affen, Vögel und einen Geparden, der aber ziemlich schnell vor uns weg gerannt ist. Nach etwa 4 Stunden war unser Trekking dann zu ende und wir fuhren zurück nach Pollachi und sahen nach Dan, dem es wieder besser ging. Schnell Sachen gepackt und los in Richtung Kodaikanal. Die Fahrt dauerte 7 Stunden. Dort angekommen, ist eigentlich jeder halbtot ins Bett gefallen.


Tag 13 Donnerstag 6.12 Kodaikanal

Endlich wieder einmal lange schlafen bis 10 Uhr. Nach dem Frühstück machten wir uns dann auf zu ein paar Aussichtspunkten, denn Kodaikanal ist ja eine Hill Station, so wie Ooty. Das Wetter spielte allerdings nicht besonders mit, doch am Suicide Point war schon allein der Name besonders. Doch auch einer der vielen Affen, der einem Besucher einen Becher Chai (indischer Tee) geklaut hatte und diesen dann auch trank, war echt einmalig. Als wir einen Berg weiter hoch fuhren mit dem Bus, stoppten wir und durften eine Stunde durch den Wald laufen, egal wohin. Das führte dann allerdings dazu, dass die Hälfte der Leute, die mit mir liefen, irgendwo auf der Strecke blieben. Nach einer halben Stunde Suche beschlossen wir dann im Bus zu warten. Dort angekommen fanden wir dann auch Nils & Co, welche ja eigentlich verschollen waren. Der Letzte Punkt des Tages war dann noch ein wenig Boating auf einem See oder nach Wahl auch andere Aktivitäten in der Nähe des Sees. Frederik (Dänemark), Alexia (Frankreich), Julia & Julia (Kanada & USA) , Adrienne (USA) und ich gingen zum Boating mit Tretbooten. Als das normale Rumgepaddel zu langweilig wurde, beschlossen wir einfach die Tretboote zu Rammbooten zu machen. Am Ende hingen wir 3 Boote nebeneinander und rammten andere Boote. Am See fing ich dann auch an Geschenke für alle zuhause zu kaufen und wir kauften uns alle noch ein paar schwarzgebrannte VCD mit vielen Filmen drauf. Abends im Hotel lagen wir dann mit 10 Leuten auf einem Bett und schauten uns Resident Evil und Saw IV an bevor es dann Schlafen ging.


Tag 14 Freitag 7.12 Kodaikanal-Thakkadi

Wieder einmal absolut früh aufstehen und check-out um 7. Auf Unserer 5 stündigen Busfahrt sahen wir eigentlich nichts, denn wirklich jeder war am schlafen. In Thakkadi angekommen fanden Nils und ich schnell heraus, dass dort viele Deutsche leben müssen, denn die erste Sprache in die alles übersetzt war, war Deutsch. (Vielleicht weil die Deutschen ihre Currywurst so lieben) In Thakkadi gingen Frederik und ich uns erstmal viele Gewürze holen, die im Endeffekt nach Hause geschickt werden, womit ich auch Papas Wunsch nach „Curry in ordentlichen Mengen“ nachkomme. Außerdem kauften wir uns noch ein paar Postkarten. Danach fuhren wir zum Priyar Wildlife Sanctuary wo wir etwa 2 Stunden auf einem Boot verbrachten auf einem See im Dschungel, um eventuell ein paar Elefanten zu sehen. Das interessanteste was wir sahen waren aber nur ein paar Otter und ein Kingfisher. Highlight war aber immernoch Dan als wir vom Boot heruntergingen und er zum Wasser zeigte und anfing enthusiastisch zu rufen „Look there, a Kingfisher“. Alle fingen an zu lachen, als wir eine leere Kingfisher Strong dort rumschwimmen sahen. (Für alle die es nicht wissen: Kingfisher ist ein kleiner, bunter Vogel mit langem, großen Schnabel. Aber Kingfisher ist auch der Name des bekanntesten indischen Biers ;-) ) Auf dem Weg zurück hielten wir dann noch an, um eine 90-minütige Kerala Ganzkörpermassage zu bekommen. Hätte ich diese mal lieber nicht genommen! Erst einmal musste man sich komplett ausziehen und bekam nur ein kleines Stück Tuch umgebunden. Das war ja ok doch der Masseur war, naja, ich glaube nicht heterosexuell. Somit fasste dieser mich dann viel zu häufig an einer gewissen Stelle an und ich konnte nicht richtig entspannen. Ich war froh als ich endlich wieder raus war und als ich meine Erfahrungen mit denen von Nils und Frederik verglich wurde schnell klar, dass mein Masseur wirklich vom anderen Ufer war. (Und mir wurde klar, dass ich 101 %ig nicht schwul bin, wovon ich allerdings auch schon vorher überzeugt war) Nils und ich gingen noch Schwimmen im Hotelpool und beschlossen kurz um, dass Chloe (USA) auch ein Bad nehmen soll, samt Klamotten, und schmissen sie herein. Nach dem Nils und ich auch eine Runde Pinguin Catchen gemacht haben (Hände hinter den Rücken und mit der Brust aneinander springen) gingen wir in die Stadt etwas Essen und liefen noch zurück in den Staat Tamil Nadu, denn die Grenze von Kerala und Tamil Nadu verlief in Thakkadi. Zurück im Hotel haben wir dann wieder ewig gelabert und sind schlafen gegangen.


Tag 15 Samstag 8.12 Thakkadi-Allappy

Es hätte kaum früher losgehen können als 6.30 Uhr aus dem Hotel. Auf unserer 6 stündigen Fahrt sahen wir eigentlich alles, was man in Deutschland nicht sehen kann: Von Pfefferpflanzen (Wusstet ihr das Pfeffer eine Schlingpflanze ist? Denn so ist es!), Kardamompflanzen, Vanillepflanzen, Kaffeebüsche, Ananas Bäumchen bis hin zu Bananen-, Kokosnuss-, Kakao- und Kautschukplantagen. Außerdem sahen wir einen Elefanten, der auf einem Laster stand und festgebunden war, um ihn zu transportieren. Bei einem Stop den wir machten sah ich dann zum erstmal rote Bananen, die übrigens seeeeeehr gut schmecken! Nach der langen Busfahrt waren wir dann alle glücklich, als wir in Allappy ankamen, und endlich auf unserem Hausboot einchecken konnten. In Allappy war es heiß und feucht wie in einem Kochtopf und somit waren wir verdammt froh, als sie unsere 2 Boote endlich bewegten. Allerdings fuhren wir nur etwa 5 km über eine Lagune und durch ein paar der endlos vielen Kanäle der Kerala Backwaters und hielten irgenwo an der Seite eines Kanals direkt neben einem Reisfeld und bekamen Essen serviert: Frischer Fisch direkt aus der Lagune. Absolut lecker! Außerdem kam noch ein Fischer in seinem Kanu vorbei und hat uns Tiger Prawns verkauft. Nils und ich nahmen gleich 1,2 Kg die aber nur 1000 Rp (ca 19 Euro) gekostet haben. Nach dem Essen fuhren wir in eine kleine Lagune und gingen dort schwimmen. Also sprangen wir die 3 m von dem Dach unseres Bootes ins Wasser, welches ziemlich warm war. Das Baden ist nicht gerade sicher, denn in den Backwaters gibt es tödliche Schlangen, aber das war uns allen egal. Wir schwammen auch die Distanz von einem Boot zum anderen, was nicht weniger als 200 m waren. Beim anderen Boot bekam ich eine von Olivia (USA) geklatscht, weil ich so getan hab als würde sie einer Schlange ins Bein beißen. Auf unserem Boot machten wir noch ein paar Videos, wie Nils und ich mit nem Salto ins Wasser springen. Nach dem Baden fuhren wir noch ein wenig rum und laberten. Abends dachten wir uns dann einfach mal, dass wir eine Palme hochklettern könnten, und Respekt an Frederik, der es fasst geschafft hätte. Jeder andere hat es nicht weiter geschafft als 2-3 m. Beim Abendbrot bekamen wir dann die Prawns zu Essen und somit war der Tag sehr gelungen denn egal was ich aß, es war so frisch und lecker! Nach dem Abendbrot drängten dann alle darauf, dass wir uns den zweiten Teil von Resident Evil angucken sollen. Danach laberten wir wieder endlos und wurden von den endlos vielen Mücken zerstochen.


Tag 16 Sonntag 9.12 Allappy-Kanyakumari

Das Frühstück war so lecker, dass wir alle vergaßen, das wir schon um 5.30 Uhr aufstehen mussten! Es gab Creps mit einer Füllung aus Banane und Kokosnuss Raspeln! Als wir wieder im Hafen angelegt hatten ging es sofort los in Richtung Kanyakumari. Auf dem Weg hielten wir in der Hauptstadt von Kerala an, den keinen kürzeren Namen hatte als Thiruvananthapuram, und aßen dort bei Pizza Corner. Und dort sahen wir ihn: einen Weihnachtsbaum! Zwar aus Plastik aber trotzdem der erste, den wir in Indien gesehen haben! Nach dem Essen besuchten wir noch einen alten Palast in Travancore und dem Sachindrum Tempel, in dem die Männer alle ihre Shirts ablegen mussten und oben ohne rumlaufen mussten, und fuhren nach Kanyakumari, wo wir im Dunkeln ankamen. Im Hotel machten wir noch ein wenig Party doch als wir herausfanden dass R K und Big B, unsere Reiseleiter, im Zimmer nebenan waren, verschoben wir die Party auf ein anderes Zimmer. Frederik, Nils und ich gingen erstmal auf unser Zimmer und wollten eigentlich eine halbe Stunde später mitfeiern, sind aber alle 3 eingschlafen!


Tag 17 Montag 10.12 Kanyakumari-Kovalam

Jeder von uns war morgens hoch motiviert, denn morgens fiel wieder einmal das Wort „Beach“ und jeder dachte nur noch an Baden gehen. Vorher machten wir aber erstmal unser Sight-Seeing in Kanyakumari. Eigentlich besuchten wir nur das Vivakand Rock Memorial. Dieses sind 2 Felsen im im Meer auf denen eine Statue und ein Tempel stehen und auch der südlichste Punkt von Indien sind, an dem wir waren. Zurück am Land gingen wir zum südlichsten Punkt Indiens auf dem Festland, an dem 3 Meere zusammen treffen: Bay of Bengal, Arabian See and the Indian Ocean. Dort stellten Nils und ich uns erstmal ins Wasser und machten Fotos (ich zeige übrigens in die Richtung von Bay of Bengal) Danach ging es los nach Kovalam! Dort angekommen haben wir in unserem Hotel eigentlich nur schnell unser Gepäck ins Zimmer geschmissen und sind sofort an den Strand gelaufen. Eigentlich ist der Kovalam Beach weltberühmt, doch unser Hotel hatte einen Privatstrand der noch weitaus schöner war! Und die Wellen waren sogar noch besser! Oftmals 3 m hoch und perfekt zum Bodysurfen für Distanzen länger als 30 m! Als es dann dunkel wurde mussten wir leider aufhören zu Schwimmen und sahen, dass unser Hotelzimmer die beste Aussicht hatte, da unser Hotel direkt auf einer Klippe stand und wir auf den Strand mit Palmen und auf die Klippen gucken konnten. Essen gingen wir dann in Kovalam. Kovalam ist recht klein, es gibt eigentlich nur weiße Leute dort und das Essen ist für indische Verhältnisse etwas teuer, für europäische Verhältnisse aber immernoch sehr billig! Als wir mit dem Essen fertig waren bekamen wir einen Tip, einfach mal ins Tattoo Studio zu gehen, welches direkt neben unserem Restaurant war. Dort angekommen sahen wir, wie sich Chloe, Adrienne und Alexia tätowieren ließen. Eigentlich ein Rotary Verbot, aber Spaß muss eben sein! Von diesen 3 wurde ich dann noch angeheuert, 3 Werbeschilder für das Tattoo Studio zu klauen, die überall an den Laternen hingen, allerdings recht hoch, so dass nur ich diese mit der

Hand erreichen konnte, da ich der größte war. Als wir dann so auf der Promenade herumliefen, unterhielten wir uns noch mit einem Finnen und seiner Freundin, und diese beiden hätten Glück (oder auch Pech) das wir sie fast 2 Stunden mit all unseren Erlebnissen zu gelabert haben! Um Mitternacht gingen wir dann auch schon schlafen, da wir am nächsten morgen früh aufstehen wollten, zum Baden.


Tag 18 Dienstag 11.12 Kovalam-Cochin

Der Wecker ging um 5.30 Uhr und ich kickte Frederik und Nils aus dem Bett. Gerade als die Sonne aufging gingen wir Baden, und es war verdammt erfischend. Die Wellen waren, drücken wir es mal englisch aus, „insane“! Als ich dann eine 5 m (!) hohe Welle zum Bodysurfen nahm, fiel ich von dieser runter und würde mit hoher Geschwindigkeit auf den Boden gedonnert, genau auf meinen Allerwertesten! Aua sag ich da nur! Egal war es dann doch wieder da wir nur bis 13 Uhr die Zeit hatten zum Schwimmen und wir diese ausnutzen wollten! Um 13 Uhr mussten wir dann auschecken und unser Gepäck den Hügel hochbringen! Diese 700m waren die Hölle, denn es war schweineheiß und mein Gepäck wog 30 Kg! Oben angekommen waren wir alle total verschwitzt! Danach gingen wir wieder an den Strand was Essen und Trinken und noch ein paar Geschenke kaufen! Von Kovalam ging es dann um 17 Uhr los nach Cochin. Auf dem Weg hielten wir noch in einer kleinen Stadt an und aßen etwas- Frederik, Alexia und ich fanden einen Laden in dem es verdammt viel Fleisch gab und aßen dort. Ich bestellte mir ein ganzes Hühnchen und Frederik (auch Wikinger von Nils und mir getauft) und Alexia bestellten sich etwas, dass Döner ähnelte! Als mein Hühnchen dann kam, dauerte es keine 2 Minuten, bis nur noch die Knochen übrig waren, denn auch Frederik und Alexia aßen mit. Man war das lecker! Nach dem Essen ging es dann weiter nach Cochin und dort kamen wir auch sehr spät in der Nacht an, sodass wir sofort schlafen gingen!


Tag 19 Mittwoch 12.12 Cochin-Nagpur

Unser Sight-Seeing waren eigentlich viele Punkte, an denen wir allerdings nicht mehr als je 5-10 Minuten hatten. Wir besuchten die St.Francis Church, die älteste Kirche Indiens, in der auch Vasco Da Gama beerdigt wurde und dort für ein paar Jahre lag, bevor er ausgebuddelt und in Portugal beerdigt wurde. Danach besuchten wir die Chinese Fishing Nets, eine Chinese Technik Fische zu fangen, indem man ein großes Netz in Wasser fallen lässt und es nach 2 Minuten wieder hochzieht. Danach besuchten wir noch den Dutch Palace (In dem die Treppen genauso steil sind wie in Holland) und die Jewish Synagogue, bevor wir nach Ernakulam fuhren, von wo unsere Züge nach Hause losgingen. Die Austauschschüler aus Nasik und Jalgaon fuhren schon um 12.30 Uhr los. Also war große Abschiedszeit. Ich weiß nicht wer mir an den Hinter gepackt hat von den Französinnen, als diese mir eine Gruppenumarmung gegeben haben. Und dann fuhren sie los, zusammen mit Big B, und wir Nagpur Leute und Kelsey, die ja leider in Amravati alleine ist, hatten noch 3 Stunden mehr Zeit in Ernakulam. Also gingen wir los zu Pizza Hut und aßen uns dort voll. Ich musste erst noch Geld holen und hab dabei die Erfahrung gemacht das die MG Road in Ernakulam verdammt gefährlichen Verkehr hat. Um 16 Uhr fuhr unser Zug dann mit einer halben Stunde Verspätung los nach Nagpur!


Tag 19 Donnerstag 13.12 Nagpur

Abends um 21 Uhr kamen wir dann nach einer 29 stündigen Zugfahrt in Nagpur an und ich war total gestresst. Kein Wunder! Fahrt ihr erstmal 29 Stunden mit 7 Amerikanerinnen in einem Zug! Am Ende waren wir aber total glücklich, denn diese Tour wird bestimmt keiner von uns jemals wieder vergessen. Ich denke, nachdem ihr das alles gelesen habt, könnt ihr das verstehen! Und danke an alle zuhause, die mir diese Tour und Taschengeld für die Tour gesponsort haben!

'bout


Unter diese Fahne lebe ich ein Jahr lang! Namasté Bharat!

Kliick

Home
Fotos!
That´s me!
Reiselust!
Sign in
Meet me
Past

Cuties

Merle x Alle meine Fotos!!! x Nils in Nashik x Jonny in Pune x Meike in Mumbai x Jenny in Mumbai x Julian in Cleveland x

Playlist

Slipknot - The Blister Exists
Biohazard - Last Man Standing
Rammstein - Du Riechst So Gut